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Tagebuch der Gedanken
leben und leben lassen

Samstag, den 1. August 2015

Kaum habe ich mit meiner, mir selbst gestellten, Aufgabe begonnen, sind alle meine Sinne hochsensibilisiert. Sei es morgens wenn ich die ersten Nachrichten höre, die Zeitung lese oder tagsüber Menschen mit anderer Hautfarbe begegne, Sprachfetzen fremder Kulturen vernehme, bin ich mit meinen Gedanken bei den Menschen. Menschen die das vermissen, das wir haben und oft nicht genügend schätzen - unsere Heimat.


Foto von pixabay

Unsere Heimat

Es gibt etliche Versuche den Begriff Heimat zu deffinieren. Bereits im Wörterbuch der Gebr. Grimm gibt es zu Heimat folgende Beschreibung:

1. Das land oder auch nur der landstrich, in dem man geboren ist oder bleibenden aufenthalt hat.

2. Der geburtsort oder ständige wohnort.

3. Das elterliche haus und besitzthum heiszt so, in Baiern.

Im juristischen und geographischen Sinne wird mit Heimat der Geburtsort, den Wohnort oder das Herkunftsland verstanden.

Soweit die Versuche, den Begriff Heimat mit wenigen Worten zu beschreiben.

Unabhängig davon bedeutet für jeden das Wort Heimat etwas anderes. Ebenso ist für jeden die Heimat selbst eine kaum zu beschreibendes mit Gefühlen beladenes Stück Land.

Heimat ist mehr als ein Begriff. Heimat ist ein Gefühl, ein Wert. Gleich nach der Geburt nimmt dieses Gefühl im Herzen eines Kindes Gestalt an. Im Laufe eines Lebens wird das was wir als "unsere Heimat" verstehen mehrere Wandlungen erfahren

Mütterliche und väterliche Zuwendungen sind die ersten Bausteine auf die sich Heimat gründet. Nahe Verwandte, Spielgefährten, Beziehungen zu den Nachbarn, das weitere Umfeld wie Geschäfte, Kirche, Schulen prägen das Heimatgefühl weiter. Landschaft, Berge, Täler, Wälder, Wiesen, Flüsse, Seen, Meere selbst Geräuschkulissen und Gerüche geben dem Verständnis von Heimat ein unverwechselbares Bild - ein starkes Bild. Deshalb kann die Heimat als die Wurzeln unseres Lebensbaumes bezeichnet werden.

Nun gibt es auch Umstände im Leben die uns veranlassen unsere Heimat zu verlassen, etwa weil wir weit weg von zu Hause eine/n Lebenspartner/in oder Partner gefunden haben und eine eigene Familie gründen wollen oder weil wir um unser Leben zu finanzieren in einem anderen Ort, einem anderen Land eine Arbeitsstelle gefunden haben. Unter normalen Verhältnissen wird sich mit der Zeit ein neues Heimatgefühl einstellen. Zwar wird das Bild, das wir als erstes unter Heimat im Herzen getragen haben zugunsten unserer neuen Heimat etwas abschwächen, aber nie erlöschen.

Es ist schön eine Heimat zu haben. Je mehr wir unseren Mitmenschen Heimatgefühle schenken umso größer und schöner wird unser eigenes Heimatgefühl. Ein nettes Wort, eine lievolle Geste, können einem neu Zugezogenem, einem Einwanderer sein neues Zuause zu einer Oase des Glücks verzaubern.

 

 Überarbeitet am 04.12.206 

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