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Tagebuch der Gedanken
leben und leben lassen

Freitag, den 14. August 2015

Es ist nicht schön heimatlos zu sein. Noch trauriger ist aber die Tatsache, dass es Menschen gibt, die den Heimatlosen keine neue Heimat gönnen. Für mich ist das eine Schande. Eine Schande ist auch die Tatsach, dass es Kinder gibt, die auf der Straße leben müssen. Und was machen unsere Politiker? Dumme Gesichter..


Heimatlos

Heimatlos ist ein vielschichtiger Begriff, bedeutet aus geographischer Sicht keinen Wohnsitz zu haben, obdachlos zu sein. Die Gründe können Vertreibung, Flucht, Migration u.a. sein.

Auch soziale Schwäche kann ein Grund dafür sein, dass Menschen nicht mehr in der Lage sind, sich trotz vorhandener Angebote und Hilfestellungen, einen Wohnsitz zu organisieren. Diese Menschen leben oder besser gesagt, sie vegetieren unter Brücken, in Kanälen, verlassenen Gebäuden oder auf der Straße ohne einem Dach über ihrem Kopf.

Foto: Anna-Lena Ramm / pixelio.de

Sooo wollen wir, du und ich nicht leben. Unter "leben lassen" wollen wir aber nicht verstehen, sie in dieser selbstgewählten Situation zu lassen. Vielmehr sollte es unsere Aufgabe sein, durch Gepräche, Rat und Tat, je nach unseren Fähigkeiten, ihnen wieder zu einem würdigem Leben zu verhelfen. In Zusammenarbeit mit Gemeindeämtern und sozialen Einrichtungen kann dies gelingen.

In SPIEGEL ONLINE schrieb vor Jahren Stefan Kuzmany: Heimat ist kein Ort. Heimat ist ein Gefühl. Heimat ist dort, wo man mich versteht, wo man sein darf wer man sein will.

Auf der Seite zuvor fasste ich meine Gedanken über Heimat auf diese Weise zusammen:

Freuen wir uns, dass wir eine Heimat haben. Die Heimat ist die Grundlage für ein lebenswertes Leben. Ich freue mich. Und du? Klar du auch! Und die Anderen????

Leider gibt es die auch die Anderen. Das sind die Menschen, die für sich eine Heimat in Anspruch nehmen und ihren Mitmenschen die Heimat wegnehmen.

Max Herrmann-Neisse, ein deutscher Dichter wurde von den Nationalsozialisten gezwungen seine Heimat zu verlassen. Seine Gefühle fasste er in dem Gedicht:

Heimatlos
Wir ohne Heimat irren so verloren
und sinnlos durch der Fremde Labyrinth.
Die Eingebornen plaudern vor den Toren
vertraut im abendlichen Sommerwind.
Er macht den Fenstervorhang flüchtig wehen
und läßt uns in die lang entbehrte Ruh
des sichren Friedens einer Stube sehen
und schließt sie vor uns grausam wieder zu.
Die herrenlosen Katzen in den Gassen,
die Bettler, nächtigend im nassen Gras,
sind nicht so ausgestoßen und verlassen
wie jeder, der ein Heimatglück besaß
und hat es ohne seine Schuld verloren
und irrt jetzt durch der Fremde Labyrinth.
Die Eingebornen träumen vor den Toren
und wissen nicht, daß wir ihr Schatten sind.

Heimatlos - Deutsche Vergangenheit

 

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Heimatlos - Deutsche Gegenwart

 

Video von YouTube - M.Molli                   Video von YouTube - spiegeltv

 

 

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