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Tagebuch der Gedanken
leben und leben lassen oder du, ich und die anderen

November 2015

Meine Gedanken sind schwer wie Blei und es fällt mir nicht leicht die richtigen Worte zu finden und daraus Sätze zu bilden. Ach was habe ich angefangen. Wer hat schon das Zitat "leben und leben lassen" so zerlegt wie ich es hier versuche?


Religion / Gibt es einen Gott ?

Nahezu alle Weltreligionen basieren auf den Glauben an die Existenz eines Gottes, eines höheren Wesens, das der Schöpfer des Universums ist.

Mehr denn je wird in heutiger Zeit, insbesondere von der jüngeren Generation, die Frage gestellt:

  Gibt es einen Gott?

Eine einfache Antwort, ja oder nein, und auch noch wissenschaftlich beweisbar, gibt es nicht. Zwar wird in manchen religiösen Schriften erzählt, dass sich hin und wieder Gott den Menschen gezeigt und mit ihnen gesprochen habe. Beweisen lassen sich diese Berichte, die teilweise tausende Jahre alt und über mehrere Generationen mündlich überliefert wurden, aber nicht.

Anderseits stellt die Wissenschaft die These auf: Das Universum sei durch einen sogenannte Urknall aus sich heraus von selbst entstanden. Das Problem: Auch diese Theorie kann nicht bewiesen werden.

  Was verstehen wir unter einem Gott?

Unter einen Gott verstehen wir eine übernatürliche Macht, die das gesamte Universum designt/konzipiert hat, allgemein auch „Schöpfung“ genannt und nach dessen Regeln der Mensch sein Leben zu gestalten hat.

Über die Entstehung des Universums gibt es also zwei gegensätzliche Ansichten:
a) das Universum ist von Gott erschaffen
b) das Universum ist ohne mitwirken eines Gottes aus dem Nichts entstanden.

Logischerweise kann nur eine Ansicht richtig sein. Das würde bedeuten: Mit einer mathematischen Wahrscheinlichkeit von 50% gibt es einen Gott. Aber dann hört unser Wissen auch schon auf. Es bleibt also uns selbst überlassen was wir glauben können bzw. glauben wollen.

  Wenn es keinen Gott gibt, was bedeutet das für uns?

Nehmen wir mal an, es gibt keinen Gott, dann können wir sämtliche Religionen abhaken und brauchen keiner überirdischen Macht für unser Tun und Handeln je eine Rechenschaft abgeben.

  Wenn es doch einen Gott gibt, was erwartet er von mir und dir?

Nun sind wir Menschen mit etwas ausgestattet, das in dieser ausgeprägten Weise kein anderes Lebewesen hat, nämlich einem Verstand. Egal, ob wir unseren Verstand von Gott erhalten haben oder ob er ein Produkt der Evolution ist, wir wollen ihn bei der Beantwortung unserer Frage einsetzen.

Wenn es tatsächlich einen Gott, einen Schöpfer, gibt, dann sind wir in irgend einer Form mit unserem Tun und Handeln diesem Schöpfer verantwortlich. Denn der, der an einen Gott glaubt (oder auch nur seine Existenz für möglich hält), sollte sich die Frage stellen: Was erwartet Gott von uns Menschen, dem intelligentesten Lebewesen auf dieser Erde?

Diese Frage ist mit ein bisschen Kopfarbeit relativ einfach zu beantworten. Werfen wir fiktiv einen Blick in einen Sandkasten. Ein Kind baut eine Figur aus Sand. Nun kommt ein weiteres Kind hinzu. Was passiert jetzt? Das erste Kind wird das zweite Kind sehr aufmerksam beobachten um seine Absichten zu erraten. Es erwartet, dass seine Figur (Schöpfung) nicht zerstört wird. Eigentlich logisch, oder? Die Antwort auf unsere Frage: Was erwartet dieser Gott von uns, lautet logischer Weise: Der Schöpfung Gottes keinen Schaden zufügen und logischer Weise will Gott auch, dass den Lebewesen, kein Leid zugefügt wird. So einfach könnte Religion sein.

  Und wie sieht Religion in der Praxis ausr?

Religionen sind soziale Konstrukte mit teils erheblichen Machtpotenziale. Durch Bezugnahme zu Gott bzw. Allah als Schöpfer des Universums lässt sich durch Religionsstifter und Religionsprediger eine Macht in Religionslehren hinein-interpretieren, die die größten weltliche Staatsmächte in den Schatten stellt. Dies kann sowohl zum Guten der Menschheit genutzt werden , leider aber auch zum Bösen.

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